Erneuerbare Energien

Zusammenfassung:

Wir unterstützen das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2040 und setzen dabei auf eine konsequente Dekarbonisierung von Wärme, Verkehr und Stromversorgung. Angesichts hoher Energieverbräuche – vor allem durch Heizung, Warmwasser und Mobilität – ist der Ausbau erneuerbarer Energien zwingend erforderlich.

Da Wärmepumpen und E-Mobilität den Strombedarf künftig deutlich erhöhen werden, braucht es mehr Wind- und Solarenergie sowie dezentrale Speicherlösungen, um Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung zu stärken. Der Ausbau der Windkraft soll naturverträglich erfolgen, etwa im St. Jürgensland, während bei der Solarenergie praxisnähere kommunale Vorgaben den Ausbau erleichtern sollen.


Aus unserem Programm:

Der Landkreis Osterholz hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 treibhausgasneutral zu werden. Bündnis 90 / Die Grünen begrüßen und unterstützen diese Zielvorgabe genau wie das Klimaschutzkonzept unserer Kommune. 

Die größten Verbraucher fossiler Energien sind – wie in fast ganz Deutschland – Gebäudeheizung, Verkehr und Industrie.  Der Endenergieverbrauch in Lilienthal liegt bei 285 Gigawattstunden (GWh), also 285 Millionen Kilowattstunden. 59 % davon sind die privaten Haushalte. Nach den Zahlen der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachen entfallen ca. 85 % davon auf Heizung und Warmwasserverbrauch – also die riesige Summe von 143 GWh! Die Mobilität nur in den Gemeindegrenzen addiert sich zu weiteren 57 GWh, also einem Mehrfachen des direkten Stromverbrauchs.

Durch die Dekarbonisierung werden E-Autos und Wärmepumpen mutmaßlich einen deutlich steigenden Strombedarf bis 2045 bewirken. Gemäß Bundesnetzagentur wird die Zahl der E-Autos deutschlandweit bis 2045 um 36,8 bis 44,9 Mio. steigen, die Zahl der Wärmepumpen ähnlich. 

Um die genannten Verbräuche klimaneutral zu erzeugen, brauchen wir mehr erneuerbare Energieerzeugung wie Wind- und Solarenergie sowie Umweltwärme. Dies dezentral mit Speichermöglichkeiten zu organisieren, stärkt die regionale Wertschöpfung und wird auch angesichts künftig steigender Kosten fossiler Energien immer wichtiger.

Wie eingangs bereits detaillierter ausgeführt, ist es erforderlich, sowohl den Ausbau der Windenergie als auch der Solarenergie im Lilienthaler Gemeindegebiet weiter voranzutreiben. Wir würden es begrüßen, wenn im St. Jürgensland unter Berücksichtigung des Natur- und Vogelschutzes der Ausbau der Windenergie behutsam vorangeht. Hinsichtlich der Solarenergie treten wir dafür ein, dass die zurzeit überzogenen kommunalen Richtlinien hinsichtlich Bodenpunkten und Mindestabständen gesenkt und den vom Land vorgegebenen Werten angeglichen werden. 

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